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Wettersonde aus Schleswig in Windrad geraten

Daten hier

Die Nachtsonde vom 12.5.2023 wurde bei der Landung von den Flügeln einer Windenergieanlage erfasst. Sie wurde meinen Aufzeichnungen nach ca. 2 Std. im Kreis gedreht (siehe Bild). Bis zur Zerstörung der Sonde gegen 4:40Uhr konnte ich das Signal direkt empfangen.

Beim Eintreffen zur Bergung war rund um das Windrad zunächst nichts zu sehen. Bei einer genaueren Suche fand ich das Styropor Rückteil der RS41-SGP. Alle weiteren Teile der Sonde sind vermutlich im hohen Gras rund um das Windrad verstreut. Als ich das Gelände verließ fuhr ich weiter in Windrichtung und konnte ca. 250m vom Windrad entfernt den Fallschirm, einen kleinen Ballonrest und fast die komplette Schnur von einer Wiese bergen.

Vermutlich wurde bei der Landung im Windrad sofort die Schnur mit Schirm von der Sonde getrennt und die Sonde wurde noch ca. 2 Std. mit Schnurrest an einem Flügel mitgenommen, bis sich zerlegt hat.

 

Update: Seltene Funde – Wettersonden der Ekofisk Bohrinel

Vaisala RS41SGP Wettersonden der Ekofisk Bohrinsel

Update

8.3.2023:
Kuddel fand 2km nördlich von Soendervig DK eine weitere VAISALA RS41 SGP von der Ekofisk Bohrinsel.Es lohnt sich bei einem Aufenthalt in Dänemark an der Nordseeküste am Strand Ausschau nach den kleinen weißen Styroporboxen zu halten.

 

5.6.2022:
Die beiden Sondenjäger Tycho DK8LX und Hans-Jürgen DJ3LE nutzten das schöne Wetter am Pfingstwochenende und fuhren am 5.6.2022 an die dänische Nordseeküste. Bei einem ausgiebigen Strandspaziergang fiel Ihnen ein bekannter Gegenstand auf: eine verwitterte Vaisala RS41SGP. Die Seriennummer S2020570 konnte jedoch einwandfrei gelesen und als Startort die Ekofisk Bohrplattform in der Nordsee identifiziert werden.

In der Datenbank bei radiosondy.info ist die Seriennummer S2020570 nicht gelistet. Das deutet daraufhin, dass die Sonde nicht allzuhoch aufgestiegen ist und keine Empfangsstation die Sonde dekodiert hat, um in die Datenbank bei radiosondy.info eingetragen zu werden.

Bei www.wettersonde.net ist die Sonde gelistet: HIER Vielen Dank an Hartwig für die Info.

Angenommen der 8.7.2021 war das  Startdatum, dann trieb die Sonde sicherlich 2 oder 3 Wochen in der Nordsee, bevor die dänische Küste erreicht wurde. Dort lag sie mehrere Monate unbeachtet am Strand bis sie nun gefunden wurde. Der Zustand der Sonde ist entsprechend. Die Platine im inneren des Styroporgehäuses ist komplett von Rost und Salz angefressen. Teilweise zerbröselt alles.

Es ist uns nicht bekannt, ob zuvor eine Sonde der Ekofisk Bohrinsel aufgefunden bzw. geborgen wurde. Wer Hinweise dazu vorliegen hat darf uns das gern über das Kontaktformular mitteilen.

Besonderer Fund: Außenminister Maas startet Wettersonde auf der Polarstern

Außenminister Heiko Maas startet Wettersonde auf der Polarstern
Bremerhaven, 6.7.2021

Bei seinem Besuch im Rahmen des Bundestagswahlkampfes 2021 auf dem Forschungsschiff Polarstern informierte sich Außenminister Maas ausführlich über die letzte Reise in die Arktis und über die Folgen des Klimawandels. Auch der Start eines Wetterballons war geplant und konnte erfolgreich durchgeführt werden.

Die Sonde schaffte es fast bis nach Flensburg und wurde in der Nähe der Ortschaft Löwenstedt aus einem naturbelassenen Waldstück durch den Funkamateur Tycho Mohn DK8LX, Mitbetreiber dieser Webseite, seiner Lebensgefährtin Michelle sowie dem Sondenspürhund Taavi komplett geborgen.

 

 

Das Gelände im Landegebiet war sehr verwachsen, aber auch diese spezielle Wettersonde konnte aus der Natur geborgen werden.

 

 

 

Herzlichen Glückwunsch an Tycho DK8LX zu den unter Sondensuchern außergewöhnlichen Fund.

Link zum Zeitungsartikel www.bild.de: hier
Link zum TV-Bericht bei www.butenunbinnen.de: hier
Link zum Fundbericht auf www.sondenjäger.de hier

Hans-Jürgen Marx DJ3LE

DFM09 vom Marinestützpunkt Flensburg

Heute konnte ich meine erste Sonde aus Flensburg dekodieren und bergen. Nach dem Platzen des Ballons riss die Plastikummantelung ab, da sie mit großer Geschwindigkeit gen Erdboden flog. Der Landeort war nur weinige Kilometer von meiner Empfangsstation entfernt und die Sonde wurde auf dem Boden liegend noch dekodiert.
Ein paar Minuten nach der Landung war ich vor Ort und habe mich sehr nett mit Anwohnern unterhalten, die bei schönen Wetter in der Sonne genossen haben. Ein junger Mann fand auch gleich die DFM09. Weiteres war vom Gespann nicht vorhanden. Ich erklärte einiges zu den Wettersonden und unserem Hobby das dem Umweltschutz zu Gute kommt.

Wie sieht eine RS41 nach 4 Wochen in der Ostsee aus?

… das haben wir uns auch gefragt. Hier gibt es nun die Antwort:

Fundfoto vom 13.5.2020:

Die Schleswiger Sonde R2810120 ist am 9.4.2020 gestartet und in die Ostsee gefallen. Sie wurde am 13.5.2020 bei Heiligendamm (MVP) am Strand gefunden.

Nachdem mir die Sonde freundlicherweise zugeschickt wurde, habe ich sie zerlegt, die Lithium Batterien entfernt und die Platine in mehreren Gängen vorsichtig gereinigt und von Verkrustungen an den SMD Bauteilen und der Platine befreit. Das Styroporgehäuse zeigt starke Spuren. Ob da etwas dran geknabbert hat? Im Inneren fand ich jedoch keine Krebse oder Fische 😉

Nun kam der spannende Moment die Batterien einzusetzen und die RS41 einzuschalten. Das bekannte Signal einer RS41 war im Lautsprecher des Yaesu FT2DE zu hören. Ob jedoch alle Daten korrekt übertragen weerden habe ich nicht geprüft. Ich hätte nicht gedacht, dass die Sonde nach der Zeit in der Ostsee noch sendet!

Viel Spaß beim Sondensuchen

 

Wettersonde gefunden! Was mache ich damit?

Es ist nicht ungewöhnlich bei einem Spaziergang in der Natur, auf dem eigenen Grundstück oder auf dem Weg zur Arbeit, sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto, eine Wettersonde, oder auch Radiosonde genannt,  zu finden. Landwirte finden oft Sonden auf ihren Feldern. Von weitem sieht man meistens schon den weißen oder roten Fallschirm, der den Sturz der Wettersonde nach dem Platzen des Ballons abbremsen soll. Meist sind auch Reste des Latex Ballons vorhanden. Gelegentlich landen die Gespanne auch in Bäumen, Gärten, auf Straßen und Wegen oder auf Hausdächern.

So sehen Sondenfunde aus (Anklicken der Bilder zum Vergrößern)

Finden Sie eine Wettersonde mit dem Vermerk des Deutschen Wetterdienstes oder der Bundeswehr, nehmen Sie alles der Umwelt zuliebe mit. Den Fallschirm, die Reste des Ballons und die Schnur können Sie dem Plastikmüll zuführen.
Die Sonde selbst muss nicht in den Elektroschrott!
Wir Funkamateure bauen die Sonden um und nutzen sie dann ehrenamtlich für eigene Ballon Versuche, nicht selten zusammen mit Schülergruppen oder anderen Interessengruppen, um mit der Technik und der Physik zu experimentieren.

Finden Sie eine Sonde nehmen Sie bitte Kontakt mit uns über das Kontaktformular auf!
Sie können uns die Sonde als Päckchen schicken, es ist für einen guten Zweck: für den Amateurfunkdienst und dem Spaß mit der Technik zu experimentieren. Die Portokosten werden natürlich erstattet.

Der Kontakt kann über das Kontaktformular auf der Startseite zu uns hergestellt werden oder EMail an: webmaster@sondenjäger.de

Wir bedanken uns sehr herzlich für die Zusendung einer Sonde bzw. Bildmaterial bei:

– Herr R. aus M. fand eine RS41 aus Idar-Oberstein südwestlich von Ulm
– Herr B. fand eine RS41 aus Essen bei Solingen
– Herr F. fand eine RS41 aus Idar-Oberstein im Wald bei Wiesbaden
– Frau H. und Herr A. fanden einen RS41 aus Schleswig am Strand auf Fehmarn
– Herr R. fand eine RS92 aus Idar-Oberstein bei Bad Brückenau
– Herr S. fand eine RS41 aus Altenstadt bei Bad Bleiberg/Österreich
– Frau S. fand eine RS41 aus Stuttgart bei Raperswillen/Schweiz
– Frau S. fand eine RS41 aus Idar-Oberstein in der Ahreifel
– Herr E. fand eine RS41 aus Idar-Oberstein bei Gemmrigheim
– Herr F. fand eine RS41 aus Idar-Oberstein bei Marburg
– Herr D. fand eine RS41 aus Meppen bei Hannover
– Herr H. fand eine DFM09 aus Sasel/Pinneberg bei Bad Doberan
– Herr W. fand eine RS41 aus Schleswig am Strand bei Heiligendamm
– Herr B. fand eine RS41 aus Santander an der französischen Atlantikküste

Viele Grüße von den Sondenjägern